„Wir stehen vor großen Herausforderungen“


Ich bin Prof. Dr. Andreas Schmalfuß
Alter: 49 Jahre
Beruf: Dekan Fakultät Wirtschaftsingenieurwesen
Hobbys: Bergsteigen

 

„Wir stehen vor großen Herausforderungen“
„Wir stehen vor großen Herausforderungen“
„Wir stehen vor großen Herausforderungen“
„Wir stehen vor großen Herausforderungen“

Was der Hochschulprofessor für die Wirtschaft von Mittweida voraussagt

Prof. Andreas Schmalfuß öffnet die Tür zu seinem Büro und verabschiedet herzlich einen seiner Kollegen. Seit September 2015 ist der berufserfahrene Professor Dekan der Fakultät Wirtschaftsingenieurwesen und für viele Belange seiner Fachrichtung an der Hochschule Mittweida verantwortlich. Mit dieser Aufgabe erfüllt er sich einen langjährigen Traum. „Ich wollte schon immer Hochschulprofessor werden“, verrät der erfahrene Ökonom.

Während der Wende studierte der in Zwickau geborene Wirtschaftsstudent an der Technischen Universität Chemnitz Wirtschaftswissenschaften. Für den jungen Studenten eine spannende Zeit, denn praktisch über Nacht veränderten sich die Perspektiven des Studiums und es boten sich durch die soziale Marktwirtschaft viele neue Chancen und Möglichkeiten.

Vom Hörsaal in die Wirtschaft und zurück
Vor seinem Engagement an der Hochschule Mittweida machte Andreas Schmalfuß aber zunächst Kariere in der Wirtschaft. Nach seiner Promotion an der Technischen Universität Chemnitz arbeitet er einige Jahre bei der internationalen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PriceWaterhouseCoopers und im Anschluss daran bei einer großen deutschen Landesbank im Beteiligungsgeschäft. Darüber hinaus ist Schmalfuß seit 1999 nebenberuflicher Dozent an der Berufsakademie Sachsen und so dem Hochschulbetrieb treu geblieben. In den darauffolgenden Jahren war er Geschäftsführer eines mittelständischen Unternehmens sowie in der Sanierung und Restrukturierung von Unternehmen tätig.

Seit Oktober 2014 unterrichtet der in der Praxis erfahrene Dozent nun seine Studierenden in Bereichen wie Finanzcontrolling oder Rechnungswesen. Er schätzt das Modell der Hochschule Mittweida. „Die Hochschule macht Forschungsprojekte mit Unternehmen aus der Region und die Studierenden lernen von Dozenten aus der Wirtschaft. Das ist ein gutes Konzept“, lobt der Wirtschaftswissenschaftler.

Studentische Firmen stärken die Region
Durch seine bisherigen Tätigkeiten sowie der Lehrtätigkeit an der Hochschule beschäftigte sich Andreas Schmalfuß in den vergangenen Jahren intensiv mit der wirtschaftlichen Entwicklung seiner Region. Er zieht ein positives Fazit: „Wir haben in Mittelsachsen eine der dichtesten Hochschullandschaften Europas. Dadurch bilden wir viele und gut qualifizierte Fach- und Führungskräfte direkt in der Region aus.“

Doch dieses Potential muss auch genutzt werden. „Wir brauchen in Zukunft mehr Firmenausgründungen aus der Hochschule heraus“, setzt der Ökonom als Ziel und ergänzt: „Das Förderprogramm Saxeed an der Hochschule Mittweida hilft Studenten bei der Gründung der ersten eignen Firma.“ In diesen Ausgründungen liegt für Mittweida und die gesamte Region ein großes Potential. Können die jungen Firmen in Mittweida gehalten werden, bedeutet das schließlich auch eine Stärkung für die regionale Wirtschaft, Finanzkraft und Innovation und für den lokalen Markt.

Die Wirtschaft ist im Wandel
Diesen frischen Wind durch neue Unternehmen wird Mittweida auch brauchen. „Wir stehen gerade vor neuen Herausforderungen. Die Wirtschaft verändert sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt rasant. Ganze Brachen werden wegfallen und neue entstehen“, prognostiziert der Wirtschaftsdekan. Er weiß aber auch: „Wir haben noch keine Vorstellungen, was wirklich kommt. Die größten Veränderungen werden sicher durch die fortschreitende Digitalisierung der gesamten Gesellschaft und die Industrie 4.0 bestimmt. Wir müssen jetzt diskutieren, was das für unser Gemeinwesen, Hochschule und Wirtschaft heißt.“

Die Ausgangslage für die kommenden Entwicklungen ist nach der Meinung des Wirtschaftsprofessors allerdings gut. „Sachsen ist eins der modernsten Bundesländer hinsichtlich Infrastruktur, Bildungs- und Kulturlandschaft“, hebt der Wirtschaftsexperte hervor. Aber nicht nur die nötige Infrastruktur ist vorhanden, sondern auch die Einsatzbereitschaft und Motivation der Menschen. „Wir reden nicht, sondern machen einfach“, betont der Hochschulprofessor. Durch dieses besondere Engagement der sächsischen Bürger konnte sich die Region immer wieder neu erfinden. „Wir sollten stolz darauf sein, was wir in den letzten 25 Jahren geschaffen haben“, erinnert Andreas Schmalfuß.

Im Gespräch auf dem Zukunftsforum Mittweida
Welche Entwicklung Mittweida in den nächsten Jahren nehmen kann, diskutiert der Dekan der Wirtschaftsingenieurwesen mit Bürgern und anderen Interessierten am 5. November 2015 auf dem Zukunftsforum Mittweida. Unter dem Thema „Wie wird sich die Wirtschaft vor Ort entwickeln?“ erarbeitet er mit den Workshop-Teilnehmern Ideen und Konzepte für die kommenden Herausforderungen. „Die derzeitige Entwicklung stellt auch neue Anforderungen an alle Branchen. Wer erfolgreich sein will, muss sein Geschäftsmodell an die geänderten Bedingungen anpassen“, fasst der Hochschuldozent die zukünftigen Aufgaben zusammen. Alle Interessierten, die die Entwicklung von Mittweida aktiv gestalten wollen, sind zu dem Workshop eingeladen.

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