Das Hobby zum Beruf: Die drei Männer vom Radmarkt Mittweida


Wir sind Detlef Klauke, Thomas Naumann und Diethard Märker
Alter: 57 , 55 und 47 Jahre
Beruf: Inhaber und Monteur Radmarkt Mittweida

Das Hobby zum Beruf: Die drei Männer vom Radmarkt Mittweida
Das Hobby zum Beruf: Die drei Männer vom Radmarkt Mittweida
Das Hobby zum Beruf: Die drei Männer vom Radmarkt Mittweida
Das Hobby zum Beruf: Die drei Männer vom Radmarkt Mittweida
Das Hobby zum Beruf: Die drei Männer vom Radmarkt Mittweida

Es ist ein reges Treiben am frühen Morgen im Radmarkt Mittweida. Immer wieder kündigt das zarte Klingeln eines Glöckchens das Öffnen der Tür zum Geschäft an. Der Postbote bringt eine Lieferung, ein Kunde fragt nach seiner Bestellung und eine Kundin möchte sich gerne beraten lassen. Trotz des Betriebs herrscht eine entspannte Stimmung. Die Eigentümer des Radmarktes Detlef Klauke und Thomas Naumann lieben ihre Arbeit. Ihren ersten Fahrradladen eröffneten sie bereits 1991 in der Gasse am Kirchberg. „Die Idee zum eigenen Geschäft hat sich aus einem Hobby heraus entwickelt“, erinnert sich Thomas Naumann und Detlef Klauke ergänzt: „Das ehemalige Geschäft für Fahrräder auf der Weberstraße hatte geschlossen. Wir haben schon immer gerne an Fahrrädern gebastelt und so kam uns die Idee daraus ein gemeinsames Geschäft zu machen.“

Doch bald wurde für die ambitionierten Bastler der Platz in den Räumen am Kirchberg zu klein. Etwas Neues musste her. Der heutige Standort auf der Zimmerstraße schien wie geschaffen zu sein. „Bis in die 80er war in dem Haupthaus nebenan noch die Badeanstalt von Mittweida. Die Leute gingen dort hin um sich zu waschen. Außerdem waren hier noch fünf Garagen“, erklären die beiden Eigentümer des Radmarkts. Sie kauften das Gebäude 1994 und bauten es um. Aus der ehemaligen Badeanstalt wurden Büroräume und eine Wohnung. Die Garagen wurden zum Geschäftsraum umgestaltet. „Unser heutiger Mitarbeiter Diethard Märker hat uns bei dem Umbau tatkräftig geholfen. Er ist eigentlich Fliesenleger und konnte viele Arbeiten beim Umbau übernehmen“, bedankt sich Detlef Klauke. Nach einem Jahr waren die Umbauarbeiten abgeschlossen und der neue Radmarkt konnte eröffnen.

Elektromobilität auch bei Fahrrädern
Der Radmarkt Mittweida ist ein All-Round-Geschäft. Jeder Kunde findet hier ein Rad für seinen speziellen Nutzen. „Es kommt immer darauf an, was man mit seinem Fahrrad machen will. Ein Mountainbike ist anderen Belastungen ausgesetzt als ein City-Bike. Ein gutes Fahrrad bekommt man aber schon ab 500 bis 700 Euro“, rät Thomas Naumann und sein Kollege Detlef Klauke, der gerade einen Kunden berät, ergänzt: „In vielen Fachzeitschriften wird oft von guten Fahrrädern ab 1000 Euro geschrieben. Das muss aber wirklich nicht sein.“

Mit ihrem Radmarkt sind der ehemals gelernte KFZ-Schlosser Naumann und der Tischler Klauke seit über 20 Jahren eine feste Größe in Mittweida. Sie haben so manche Entwicklung bei Fahrrädern gesehen. Ein aktueller Trend sind sogenannte E-Bikes. Die speziellen Fahrräder sind mit einem kleinen elektrischen Motor ausgestattet. Er soll auch bei bergigen Strecken ein komfortables Fahren ermöglichen. Und die Nachfrage der Kunden steigt: „Die Technik der E-Bikes hat sich mittlerweile so verbessert, dass sie alltagstauglich geworden sind. Die Ladezeiten der Akkus sind heute viel kürzer, die Reichweiten höher und die modernen E-Bikes sind auch viel leichter als noch vor sieben Jahren“, erklärt Thomas Naumann und Detlef Klauke stimmt zu: „Ein E-Bike ist wirklich etwas für jede Altersgruppe.“

Bessere Sicherheit für mehr Fahrräder
Im Radfahren sehen die Eigentümer des Radmarktes Mittweida nicht nur eine gesunde Art der Mobilität, sondern auch einen echten Umweltschutzfaktor. Für die Zukunft wünschen sie sich, dass mehr mit dem Fahrrad gefahren wird. „Das kann zur Entlastung beitragen und schont die Umwelt“, ist Detlef Klauke sicher. Doch dafür müsste in Mittweida zunächst etwas an der Verkehrssituation getan werden. „In den vergangen Jahren wurden viele neue Straßen gebaut. Fahrradwege wurden aber nicht geschaffen. Das ist ein echtes Problem für die Verkehrssicherheit“, bemängelt Thomas Naumann und für Detlef Klauke ist klar: „Einfache Markierungen auf der Straße könnten hier die Situation erheblich verbessern.“

Ein Mittweidaer Markenzeichen
Vielen in Mittweida ist das türkisgrüne Herrenfahrrad vor dem Radmarkt ein fester Begriff. Es ist noch ein Relikt aus vergangenen Tagen. „Wir hatten es bereits früher schon an der Fassade des ersten Geschäfts angebracht, um zu zeigen, dass dort ein Radladen war. Nach dem Umzug konnten wir das Fahrrad nicht an die Fassade anbringen. Deshalb haben wir es dann mit der Stange aufgestellt“, erinnert sich Thomas Naumann.

Mittlerweile ist das türkisgrüne Fahrrad zum echten Kultobjekt in Mittweida geworden. Sogar in der derzeit erfolgreichen App PokemonGo spielt es eine Rolle. Neben der Gedenktafel für Karl May, dem ehemaligen Black & White oder dem Zentrum für Medien und Soziale Arbeit befindet sich am Radmarkt ein sogenannter virtueller Pokestop. Beim Besuchen des Ortes erhalten die Nutzer der App wichtige Gegenstände für das Spiel. „Mein Neffe hat von der App erzählt, ich habe mich damit aber nie beschäftigt. Eines Tages spielte ein Kunde gerade das Spiel und plötzlich sehe ich das Fahrrad auf dem Display“, lacht Thomas Naumann. Wie das Fahrrad ein Teil der App geworden ist, wissen die Besitzer des Radmarktes nicht. „Wir haben das nicht eingestellt“, versichert Thomas Naumann.

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