Rettet das Klimaschutzkonzept Mittweida?

Klimaschutzkonzept Mittweida - schnell erklärt
Klimaschutzkonzept Mittweida: Das steht bis 2030 auf dem Plan
20 Prozent CO2 einsparen
10 Prozent weniger Energie verbrauchen

Rettet das Klimaschutzkonzept Mittweida?
Rettet das Klimaschutzkonzept Mittweida?
Rettet das Klimaschutzkonzept Mittweida?

Was soll aus Mittweida in den kommenden Jahrzehnten werden? Diese Frage ging nicht nur die Zukunftsstadt Mittweida nach, sondern war bereits davor Thema der Stadtverwaltung und der Hochschule Mittweida. Es wurde ein Klimabeirat einberufen und gemeinsam mit dem ifem – Institut für Energiemanagement der Hochschule Mittweida ein Energie- und Klimaschutzkonzept erarbeitet. Kurz vor der Sommerpause 2015 wurde es mit großer Mehrheit vom Stadtrat verabschiedet – aber was steht da eigentlich drin? Wir haben die drängendsten Fragen beantwortet und für Euch zusammengestellt.

Was sind die Ziele des Konzepts?

Das Energie- und Klimaschutzkonzept Mittweida macht die Umwelt zum Standortfaktor: Weniger Treibhausgase sollen helfen, die Betriebskosten der Stadt und ihrer Anwohner langfristig zu verringern. So können auch Vorteile für die Wirtschaft entstehen.

Welche Themen stehen im Mittelpunkt?

Zunächst wird ein umfagreiches der Umwelt- und Energiesituation der Stadt gezeichnet. Der Verbrauch einzelner städtischer Gebäude, aber auch durch den Verkehr, wurde untersucht. Anschließend werden Potentiale im Klimaschutzkonzept Mittweida aufgedeckt: Wo kann Energie eingespart werden? Wo können alternative Energiequellen gewonnen werden? Besondere Themenschwerpunkte sind die Stadtverwaltung, der Wohnraum und der Straßenverkehr (Autos, Nahverkehr und Fahrräder).

Was sind die größten Energieverbraucher in Mittweida?

Besonders viel Strom verbrauchen unter anderem die Bauhöfe (aufgrund von Werkstätten und öffentlichen Toiletten), das Feuerwehrgerätehaus in Kockisch (aufgrund von Mehrfachnutzung), die Johann-Gottlieb-Fichte-Oberschule (aufgrund der Bürkelhalle) sowie der Jugendclub in Frankenau, der einer Komplettsanierung oder einer Umsetzung bedarf. Der Wasserverbrauch ist neben den Feuerwehren in den Schulen und Kitas besonders hoch. Insgesamt sind die Verwaltungsgebäude und Museen bereits relativ sparsam im Verbrauch.

Wo kann besonders viel eingespart werden?

Die Untersuchung im Klimaschutzkonzept Mittweida geht davon aus, dass knapp 30 Prozent der Heizenergie und rund 45 Prozent der Stromenergie der kommunalen Gebäude eingespart werden könnte. Durch den großen denkmalgeschützten Bestand in Mittweida (rund 20 Prozent der Gebäude) könnten private Haushalte sowie Gewerbe rund 17 Prozent ihres Verbrauchs einsparen. Im Verkehr geht man von rund 9 Prozent Einsparungspotential aus.

Was sind die wichtigsten Maßnahmen zum Energie- und Klimaschutz?

Zentral ist sicherlich die Schaffung einer Stelle für das „Kommunale Klimaschutzmanagement“, die alle Maßnahmen der Stadt zum Klimaschutz koordinieren soll. Diese wird auch als Ansprechpartner dienen, wenn Bürger und Unternehmen Beratung suchen oder gemeinsame Initiativen gestartet werden sollen. Dazu gehört aber auch die schrittweise Umstellung der kommunalen Gebäude durch verschiedene technische Neuerungen und Bestimmungen. Auch die Straßenbeleuchtung soll optimiert werden, beispielsweise durch neue Leuchtmittel. Die Stadt wird zudem versuchen, die Installation von Solarthermie- und Photovoltaik-Anlagen zu fördern, da die Untersuchung hier die größten Potentiale für alternative Energien im Stadtbereich sieht.

Im Bereich des Umweltschutzes steht beispielsweise die Aktion „1.000 Bäume für Mittweida bis 2025“ im Konzept, die mithilfe von Förderern den Baumbestand in der Stadt erhöhen soll. Auch in die Klimaschutzbildung, insbesondere für Kinder, Jugendliche und Senioren, soll investiert werden. Ein Energiestammtisch sowie die Fortführung des Klimabeirats soll die Vernetzung von Verwaltung, Bürgern, Wirtschaft und Hochschule sicherstellen und ausbauen.

In Sachen Verkehr stehen vor allem die Stärkung des Öffentlichen Nahverkehrs durch u.a. den bedarfsgerechteren Einsatz von Bussen im Vordergrund. Mit hoher Priorität ist zudem die Förderung des Radverkehrs durch den Ausbau des Radwegenetzes versehen. Durch die Teilnahme am „StadtRadeln“-Wettbewerb des Klima-Bündnisses soll eine höhere Aufmerksamkeit fürs Radfahren geschaffen werden. Abgerundet werden die Bemühungen durch eine verbesserte Infrastruktur für Elektromobilität im Schaffen von Stromtankmöglichkeiten.

Wie steht Mittweida im Vergleich da?

Mittweida ist sparsam: Der durchschnittliche Energieverbrauch pro Kopf ist hier nur etwas mehr als zwei Drittel so hoch wie in Dresden und sogar weniger als halb so hoch wie in ganz Deutschland. Auch bei der CO2-Bilanz muss sich Mittweida nicht verstecken und hat einen ähnlich niedrigen Wert wie die Landeshauptstadt und wirft somit immer noch nur halb so viel Kohlenstoffdioxid aus wie der bundesdeutsche Durchschnitt. Nichtsdestotrotz sollte sich Mittweida nicht auf seiner guten Position ausruhen; neben einer gesetzlichen Verpflichtung zum Klimaschutz ist anzunehmen, dass auch andere Kommunen aufholen werden.

Wo finde ich mehr Informationen dazu?

Wesentliche Informationen zur begleitenden Kampagne „Natürlich Mitteinander“ des Klimaschutzkonzeptes findest Du unter www.klimaschutz-mittweida.de. Dort sind auch einige praktische Tipps zum Energiesparen zuhause aufgeführt.

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