„Energiesparen wird zur Selbstverständlichkeit“

Finanzierung Energieeinsparung Mike Rudolph
Name: Mike Rudolph
Alter: 43 Jahre
Job: Leiter Firmenkundenbetreuung
Hobbys: Sport und Musik

Das Büro ist sehr aufgeräumt. Es stehen Gläser und kleine Wasserflaschen bereit. Auf dem Schreibtisch steht ein Monitor und sonst: Viel Raum. Für Papiere, Dokumente, Skizzen, Rechnungen des Kunden – unser Mittweidamacher Mike Rudolph lässt nichts darauf liegen.

Wir treffen uns an einem sehr warmen Tag mit ihm. Vermutlich werden die Wind- und Solarkraftwerke heute wieder mehr Energie erzeugen, als wir verbrauchen. Das passiert jetzt immer häufiger – für die einen ist es ein positives Zeichen dafür, dass die Energiewende vorangeht. Für die Anderen Mittelverschwendung. Wie so oft haben beide Positionen nicht so ganz unrecht.

Aber mit Mike Rudolph reden wir heute nicht über Politik. Wir reden über praktische Fragen, nämlich: Wie kommen Unternehmen an Finanzierungsmittel für Maßnahmen zur Energieeinsparung? Woher bekommen Wind- und Biogas-Anlagen eigentlich ihre finanziellen Mittel? Und wie funktionieren Energiegenossenschaften?

Investieren in die Energiezukunft

Der Leiter der Firmenkundenbetreuung bei der Volksbank Mittweida eG kann uns zu allem eine Antwort geben. Mittlerweile gehören Erneuerbare Energien zum Kernfeld des Geschäftskundenbereichs. Herr Rudolph beobachtet seit einigen Jahren bei Geschäftsführern von kleinen und mittleren Unternehmen eine neue „Selbstverständlichkeit“ beim Umgang mit dem Thema Energieeinsparung. „Wenn Investitionen wie die Erneuerung von Leuchtmitteln oder Gebäudedämmung anstehen, rücken Energieeinsparungen immer stärker in den Fokus. Das Bewusstsein für Energie ist eindeutig größer geworden“, erklärt der 43-Jährige.

Die Volksbank selbst kümmert sich vor allem um die Finanzierung solcher Maßnahmen. Sie hilft bei der finanziellen Planung, berät bezüglich Förderkrediten, beispielsweise durch die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau), und empfiehlt bei Bedarf auch Partner wie Energie- oder Wirtschaftsberater, die in der Umsetzungsplanung helfen. Im Bankenvergleich steht die Volksbank Mittweida insbesondere in Mittweida sehr gut da und wird von den Kunden insbesondere für die schnelle Kreditvergabe gelobt. „Manchmal entscheiden sich unsere Firmenkunden auch für unsere Hauskredite statt einer staatlichen Förderung, um möglichst schnell investieren zu können“, merkt Herr Rudolph an. Neben dem regionalen Geschäftskunden betreut die Volksbank zudem als spezialisierter Kreditanbieter auch Großvorhaben im Bereich Erneuerbare Energien. So wurden in der Region und außerhalb bereits Windparks, Bio-Gas- und Solar-Anlagen finanziert.

Vom Bäcker um die Ecke bis zum großen Mittelständler

Insbesondere in der Region sind jedoch insbesondere Einsparungsmaßnahmen von Interesse bei den Unternehmern. Bäcker sind dabei genauso Kunden wie größere Firmen, Autohäuser genauso wie Agrargenossenschaften. Traditionell hat die Volksbank, die ja selbst eine Genossenschaft ist, auch einen großen Bezug zur Landwirtschaft. Auch in Mittweida geht die Milchpreis- und generelle Agrar-Krise nicht vorüber. „Viele Bauern haben gerade eine schwere Zeit. Wir als Bank halten jedoch zu ihnen“, erklärt Herr Rudolph. Er hat zum Beispiel festgestellt, dass Landwirtschaft-Unternehmer, die frühzeitig in Bio-Gas-Anlagen investiert haben, auch in der jetzigen Lage ein relativ sicheres zweites Standbein in der Energieerzeugung haben.

Trotzdessen möchte er anmerken, dass die guten Zeiten für kleine private Kraftwerke vorbei ist. „Die Einspeisevergütung wird weniger relevant, deswegen sollte man sich keine Photovoltaik-Anlage mehr installieren. Im Zentrum steht heute die Frage, wie viel man selbst verbraucht und wie viel man einsparen können – und ob so der Restbetrag durch eigene Erzeugung aufgefangen werden kann“, erklärt Herr Rudolph. Dennoch lohnt es sich noch heute: Nicht nur wegen der Umwelt, sondern um nachhaltig Geld zu sparen. Die meisten Investitionen in Energieeinsparungen rentieren sich beispielsweise schon laut der Deutschen Energie-Agentur nach zwei bis fünf Jahren.

Am Ende bleibt die Empfehlung, sich als Unternehmer einmal beraten zu lassen. Die Volksbank empfiehlt auch Energieberater. Der Vorteil: Die Beratung ist förderfähig und kann bis zu 80 Prozent durch staatliche Mittel finanziert werden. „Und danach schauen wir weiter, welche Investitionen sich lohnen“, lächelt Mike Rudolph in seinem ordentlichen Büro, das viel Platz für Planungen lässt.

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