Mittweidamacher Tierschutzverein Mittweida
Tierschutzverein Mittweida
Gründung: 2009
Berufe: Reiseunternehmer, Angestellte, Ruheständler, …
Leidenschaft: Tiere! 🙂

Tierschutz: „Wir wollen Elend lindern!“

Sie ist gestorben. Leider beginnen nicht wenige Geschichten, bei denen der Tierschutzverein Mittweida tätig werden musste, mit einer solchen traurigen Meldung. Die Katzenmutter vom Auto überfahren, die betagte Hälterin verschieden – übrig bleiben nicht nur trauernde Menschen, sondern auch frauen- oder herrenlose Tiere. „Tiere können sich nicht selbst helfen. Das Elend von Tieren bedrückt die Seele. Deshalb ist es uns ein Anliegen, etwas Elend und Misstände zu minimieren“, erklärt deshalb die Vereinsvorsitzende Claudia Richter-Kircheis das Anliegen des Vereins, der seit 2009 besteht.

Aktuell sind 41 ehrenamtliche HelferInnen für den Tierschutz im Einsatz. Sie sind Reiseunternehmerinnen, Angestellte, Ruheständler – allesamt sind berufstätig oder zumindest sehr beschäftigt und engagieren sich mit viel Herzblut in ihrer Freizeit für die Haustiere der Stadt. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf Katzen, was Claudia auch erklären kann: „Fundhunde unterliegen dem Ordnungsamt bzw. der Polizei und können sofort nach Anzeige von denen in das zuständige Tierheim eingewiesen werden, wo sie auf ihre Registrierung oder eine Steuernummer geprüft werden und dem Besitzer zugeordnet werden können. Eine Katze wird eher sich selbst überlassen. Deshalb hat der Verein auch die Aufgabe, den Katzen eine ärztliche Grundversorgung oder Kastration für Streuner zu bieten und dann zu versuchen, Ihnen ein schönes zu Hause zu finden.“ Bedürftige Tierhalter werden auch unterstützt und auf nicht artgerechte Haltung hingewiesen.

Wohin mit den Tieren?

Bis zur hoffentlichen erfolgreichen Vermittlung ist es manchmal ein Stück. Dann heißt es durchhalten und die kleinen Erfolge sehen. Zum Beispiel wurde einem Hund eine Hütte ermöglicht, vier Kater vermittelt, als die Halterin ins Pflegeheim ging. Auch der Kater der verstorbenen Halterin wurde erfolgreich vermittelt, dass mutterlose Kätzchen mit der Flasche aufgezogen. Bis zur Vermittlung oder Heilung müssen die Tiere jedoch irgendwo unterkommen. Vereinsvorsitzende und Reiseunternehmerin Claudia dazu: „In der Regel kommen die Tiere zu Pflegestellen. Aktuell haben wir davon keine, aber seit Anfang Juni haben wir von der Stadt Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt bekommen. Wir richten diese jetzt katzengerecht ein, danach können wir kurzzeitig Katzen unterbringen. Bei ’schweren‘ Fällen, wie bei Krankheit, muss das Tier allerdings in eine Pflegestelle, da dann eine individuelle Pflege vorausgesetzt ist.“

Für uns liegt die Frage auf der Hand, ob Mittweida ein eigenes Tierheim benötigen würde. Claudia bejaht das, erklärt aber, dass diese Aufgabe der Kommune unterliegt. Ob Mittweida eine tierliebe Stadt ist, kann sie insgesamt nicht beantworten: „Wie überall gibt es Tierfreunde, Desinteressierte und Tierhasser. Man kann jetzt nicht pauschal ausmachen, das Mittweida tierfreundlich ist. Genau so wenig kann man dies verneinen. Es gibt viele, denen es ein Bedürfnis ist, Tieren zu helfen und das steht für uns im Vordergrund.“

Bis 2030 ist aus ihrer Sicht aber noch einiges zu tun. Kinder und Erwachsene müssten kontinuierlich informiert und sensibilisiert werden. Es müsse selbstverständlich werden, dass Tiere auch Lebewesen sind. Zudem sollte es ein politisches Ziel sein, eine generelle Kennzeichnungs-, Registrierungs- und Kastrationspflicht einzuführen.

Den Tierschutzverein unterstützen

Die ehrenamtlichen Helfer investieren viel Zeit in die Tiere der Stadt, aber es geht nicht ohne Geld. Spenden werden insbesondere für Kastrationen und tierärztliche Untersuchungen oder auch Futter benötigt. Jeder Euro zählt und fließt direkt in die Tierhilfe. Zudem sucht der Verein weiterhin engagierte Mitglieder und Pflegestellen. In Zukunft steht zudem die Aufklärungsarbeit noch mehr im Vordergrund, beispielsweise durch Vorträge in Schulen. Auch über eine Einladung wäre der Verein bestimmt nicht böse.

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